„Es ist die wichtigste Farbe, sozusagen mein Leben. Rot – das ist Feuer, Liebe... Es gibt kein Bild ohne Rot. Dann finde ich keinen Zugang. Auf Rot baue ich auf“, so beschreibt der Maler Markus Prachensky seine Beziehung zur Farbe Rot. Er gehört zu den wichtigsten Vertretern des österreichischen Informel, einer abstrakten Kunstströmung, die einen radikalen Neuanfang der Malerei nach der Zäsur des Zweiten Weltkriegs einforderte. Von seinen frühen Arbeiten der 1950er- und 1960er-Jahre bis zu seinem Spätwerk bleibt die Farbe Rot dominierend.

Der Rundgang bietet Einblick in die Werke der Themenausstellung „Zeig mir deine Wunde“, die wie bei Prachensky das Thema der Verwundbarkeit vor allem als Spuren von Verwundungen und Verweise auf Körperflüssigkeiten zeigen.